(Alb)Traum-Job Berater: Schluss mit den Klischees

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Was macht eigentlich ein Cashflow-Analyst?

"Wenn man ein Unternehmen zerstören will, muss man nur versuchen, es mit externen Beratern in Ordnung zu bringen." Dieser Satz stammt vom Mitte August 2019 verstorbenen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech. Keine Frage, ein bisschen differenzierter darf es schon sein. Aber das Zitat zeigt doch, welches Image Unternehmensberatern hartnäckig anhaftet.

Zum Job des Consultants hat fast jeder eine Meinung - und häufig nicht die beste. Davon sollten sich Studenten und Absolventen bei der Wahl ihres Berufes allerdings nicht beirren lassen. Denn Berater kann trotz einiger Vorurteile ein Traumjob sein. Höchste Zeit, mit den Klischees aufzuräumen.

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Schicke Präsentation und nichts dahinter 

Etwa mit dem Vorwurf, Consultants würden nur schicke Präsentationen halten, ohne die spätere Umsetzung im Blick zu haben. Nur schicke Präsentationen abzuliefern hilft keinem, Kunden erwarten oft umsetzbare Lösungen. Wer nach der Bestandsanalyse und ein paar netten Empfehlungen verschwindet, hat also schlechte Karten. Die Spezies der Blender-Berater ist deshalb glücklicherweise so gut wie ausgestorben.

Keine Freizeit, keine Freunde

Ein weiteres Klischee ist das vom ständig umherreisenden Berater. Immer mit dem Rollkoffer an der Hand, jede Nacht in einem anderen Hotel, mit Arbeit rund um die Uhr. Ganz entkräften kann man dieses Stereotyp nicht: Einen gewissen Reiseaufwand und lange Arbeitszeiten muss man als Berater schon in Kauf nehmen. Es bleibt aber sehr wohl noch Zeit für Freunde und Freizeit, man muss nur ein bisschen besser planen. Belohnt wird das bei vielen Unternehmensberatungen damit, dass Consultants zwischen zwei Projekten längere bezahlte oder unbezahlte Urlaube nehmen können. 

Berater-Bashing: Auch mal den Kopf hinhalten

Die Pause haben viele auch nötig. Schließlich ist der Beraterjob nicht nur arbeitsintensiv. Oft sind Consultants auch die Sündenböcke, wenn etwas schiefgeht. So attackierte Christian Wulff, damals noch niedersächsischer Ministerpräsident, einmal vor laufenden TV-Kameras den Chef von Roland Berger mit dem Vorwurf, seine Gutachten hätten gelegentlich kaum die Qualität einer parlamentarischen Anfrage der Grünen. Bei unternehmenspolitischen Spielchen ist der externe Berater oft das schwächste Glied in der Kette. Auch mal den Kopf hinzuhalten ist da Teil des Jobs.

Lieber Kollege, gehasster Feind

Und wie steht es um die Stimmung untereinander? Viele halten Berater für kühle Karrieristen. Sicherlich gibt es in der Beratung viele Alpha-Tiere. Wichtig ist dabei aber auch die Unternehmenskultur und die Frage, ob Kollegen bei Bewertungen untereinander konkurrieren. Die gute Nachricht für angehende Berater: Viele Consultingunternehmen betonen, dass jeder, der Leistung bringt, auch aufsteigt. Egal, ob das zwei, fünf oder acht Berater gleichzeitig schaffen. Eine begrenzte Zahl an Stellen gibt es dann nicht.

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