Im Fokus: Arbeiten bei Automobil-Zulieferern

Viele Einsteiger denken zunächst an Namen wie VW, BMW oder Audi, wenn's um den Traumjob geht. Dabei ist die Zulieferindustrie der Innovationsmotor im Automobilbau. Denn viele Neuerungen kommen gar nicht mehr von den Herstellern selbst. Ein spannendes Arbeitsfeld!

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Die Macht der Automobilzulieferer wurde im Sommer 2016 deutlich: Ein Streit zwischen Volkswagen und einem Zulieferer sorgte dafür, dass bei VW die Bänder stillstanden. Der Fall ging groß durch die Presse und plötzlich stand die Zuliefererbranche im Rampenlicht. Spätestens jetzt ist klar: Wer an Innovationen in der Automobilbranche arbeiten will, sollte nicht nur an die großen Autobauer denken – sondern an die oft mittelständischen Zulieferbetriebe. 

Auch hier sind deutsche Unternehmen gut aufgestellt: Mahle aus Stuttgart, ZF aus Friedrichshafen oder Schaeffler aus Herzogenaurach – sie alle produzieren Technik und Teile, die weltweit eingesetzt werden. Wie arbeitet es sich in einem dieser Unternehmen, das immer im Schatten der großen Markennamen steht? 

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Innovation und Globalisierung

Fest steht: Die Branche verändert sich. Denn die Zulieferindustrie reagiert auf die Herausforderungen, denen sich die Autohersteller gegenüber sehen. Und für beide Sparten – Hersteller, wie auch Zulieferer – gilt: Wer am Markt bestehen möchte, muss innovativ sein und seine Kunden global bedienen können. So bauen immer mehr Zulieferer eigene Standorte in Boommärkten bereits auf, bevor die Hersteller selbst dort aufschlagen.

Megatrends Vernetzung und autonomes Fahren

Vom technischen Standpunkt betrachtet, sind das automatisierte Fahren und die zunehmende generelle Vernetzung des Autos die Megatrends der kommenden Jahre. Alle Hersteller und Zulieferer arbeiten mit Hochdruck an Lösungen in diesen Bereichen. Studien gehen bereits davon aus, dass automatisierte Fahrzeuge im Jahr 2035 einen Marktanteil von etwa 20 Prozent haben werden. Fahrassistenzsysteme und Einparkhilfen, wie sie bereits heute angeboten werden, sind nur der Anfang.

Den Löwenanteil der Entwicklung an solchen Innovationen leisten die Zulieferer. Denn die Fahrzeughersteller haben sich immer weiter aus der eigentlichen Fertigung und Produktion zurückgezogen. Stattdessen übertragen sie die Aufgaben – und manchmal sogar ganze Werke – den Zulieferern. So erbringen Audi, BMW, Daimler, VW und Co. nur noch rund 18 Prozent des Produktionswertes an ihren Autos selber.

Neue Mitarbeiter für neue Herausforderungen

Das Umfeld für die deutschen Zulieferer bleibt in den kommenden Jahren anspruchsvoll. Für Berufseinsteiger entstehen daraus durchaus Chancen. Die weiter zunehmende Lokalisierung der Branche in den Wachstumsmärkten bringt ein hohes Maß an internationaler Arbeit mit sich. Und zur Bewältigung des Innovationsbedarfs bleibt die Nachfrage der Zulieferer nach neuen Mitarbeitern hoch. Gesucht werden qualifizierte Ingenieure mit einem Gespür für neue Ideen – sie sollten bereit sein, nach vorn zu denken. 

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Oliver Krieg arbeitet als Associate bei der NIBC Bank N.V. und kennt sich mit Unternehmenskäufen auf Kreditbasis aus.