JobTrends 2016: Das erwartet dich als Trainee

Trainee-Bewerber wollen vor allem wissen: Was erwartet mich in dem Programm? Kann ich möglichst viel lernen? Und komme ich in die richtigen Karriere-Netzwerke? Unsere Umfrage unter Deutschlands Arbeitgebern liefert dir die wichtigsten Fakten.

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Um es kurz zu machen: Trainee-Programme in Deutschland dauern im Durchschnitt knapp 17 Monate, so unsere Studie JobTrends Deutschland 2016. Als Faustregel für Bewerber gilt: Bei Trainee-Programmen unter zwölf und über 24 Monaten sollten sie hellhörig werden. 17 Monate ist ein guter Wert, denn in deutlich kürzeren Programmen kann man nicht viel lernen und sich auch keine Netzwerke im Unternehmen aufbauen. Und mehr als zwei Jahre als Trainee braucht niemand – wer es bis dahin nicht kapiert hat, lernt es (wahrscheinlich) auch dann nicht mehr. bietet ein „Graduate Programm“ an, das 18 Monate dauert.  

Für Trainees geht's ab ins Ausland

Die Arbeitgeber schleusen ihre Trainees im Schnitt durch mindestens vier Abteilungen im Unternehmen. Dort sind sie jeweils mehr als vier Monate beschäftigt. Bei der Telekom lernen Trainees fünf Stationen im Unternehmen kennen – und liegen damit etwas oberhalb des Durchschnittswerts von 4,2 Einsatzbereichen. Ein Aufenthalt bei einer ausländischen Tochterfirma oder Niederlassung ist im Programm nach Angaben der Arbeitgeber bei vier von zehn Unternehmen fest eingeplant. Nachfragen lohnt sich, da viele Firmen ihre Trainee-Programme individuell in Absprache mit den Teilnehmern gestalten und auch kurzfristig sind manchmal Änderungen im Ablauf drin. 

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Gute Chancen für Bachelor-Absolventen

Bachelor-Absolventen müssen sich im Prinzip keine Gedanken (mehr) machen, ob sie zu einem Trainee-Programm zugelassen werden. Heute akzeptieren 85 Prozent der Arbeitgeber Bewerber mit Bachelor-Abschluss für ihre Programme, so die Studie JobTrends Deutschland 2016. Dieser Wert ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen und es wird in naher Zukunft kaum eine Rolle mehr spielen, ob Trainee-Bewerber ein Bachelor- oder Master-Zeugnis haben.

Allerdings: Ein knappes Drittel der Arbeitgeber macht einen Unterschied bei der Bezahlung. Das heißt in der Regel: Bachelor-Absolventen bekommen als Trainee weniger Gehalt als Master-Absolventen. Aber die Mehrzahl der Unternehmen unterscheidet dabei nicht. Der Rückversicherer Munich Re akzeptiert zum Beispiel Bachelor-, Master- und PhD-Absolventen für die Programme, wenn sie passende Schwerpunkte im Studium belegt haben.

Oft unbefristete Trainee-Verträge

Und noch etwas bieten viele Arbeitgeber ihren Trainees an: Unbefristete Arbeitsverträge sind bei 57 Prozent üblich. 43 Prozent setzen zunächst auf befristete Verträge für ihre Trainees. Die Commerzbank etwa stellt ihre Trainees unbefristet ein.  

Auch hier gibt es eine Regel, die häufig zum Tragen kommt: Arbeitgeber wollen ihre gut ausgebildeten Trainees behalten und nicht an andere Firmen, gar an Mitbewerber, verlieren. Ein Trainee-Programm kann ein Unternehmen rund 100.000 Euro im Jahr kosten. Viele Arbeitgeber bilden deshalb für ihren aktuellen Bedarf aus und gehen davon aus, dass sie ihre Trainees übernehmen – sofern individuelle Leistung und Einsatzbereitschaft stimmen. 

Grundstein für die Karriere

Und ganz wichtig für die Karriere: Auf die Frage: „Wo siedeln Sie das Trainee-Programm in der weiteren Laufbahnplanung an?“ antworteten 80 Prozent der Arbeitgeber in der Studie JobTrends Deutschland 2016 mit einer klaren Ansage: „Das Trainee-Programm ist für uns der Grundstein für die weitere Karriere“. 

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