Der LL.M. in Deutschland

Auch inländische LL.M.-Programme können das berufliche Fortkommen sichern, wenn sie zu den beruflichen Zielen passen. Besonders, wenn du dich für Wirtschaft interessiert, ist der LL.M.-Abschluss sinnvoll.

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Als Unternehmensjurist Nischen entdecken

Ein LL.M.-Abschluss (Master of Laws) ist für dich vor allem sinnvoll, wenn du eine Karriere in einer wirtschaftsrechtlich orientierten Kanzlei anstrebst. Wichtigste Pluspunkte eines in einem angelsächsisch geprägten Land absolvierten LL.M.-Studiums sind ein verhandlungssicheres Englisch und Erfahrungen mit dem dort dominierenden „Common Law“ – was insbesondere bei einer Tätigkeit in einer international orientierten Anwaltskanzlei hilfreich ist. Denn bei internationalen Transaktionen werden nicht nur die Verhandlungen auf Englisch geführt, auch die Verträge sind heute häufig an angelsächsischen Standards angelehnt.

Ausland nicht immer beste Wahl

Bei allen offensichtlichen Vorteilen eines LL.M.-Studiums im Ausland will dieser Schritt gut überlegt sein. Zum einen fallen für dich teils sehr hohen Kosten für Studium und Lebenshaltung an – beispielsweise muss ohne Finanzierungshilfen für ein neunmonatiges LL.M.-Programm in den USA mit mindestens 30.000 US-Dollar gerechnet werden –, zum anderen erfordert ein Auslandsstudium eine lange Vorbereitungszeit. Und je nachdem, welches spätere Tätigkeitsfeld du anstrebst, muss das in der Regel eng ans jeweilige Landesrecht gebundene Programm nicht unbedingt von Vorteil sein. Das Lehrangebot einer inländischen Hochschule kann hier deutlich vielseitiger ausfallen.

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Rund 100 Programme in Deutschland

Inzwischen werden im deutschsprachigen Raum rund 100 LL.M.- und andere Masterprogramme für Juristen angeboten – mit steigender Tendenz, denn juristische Weiterbildungsstudiengänge boomen auch hierzulande. Wenn du dich für die Teilnahme an einem solchen Programm interessierst, solltest du deshalb neben juristischen Fachzeitschriften und entsprechenden Online-Plattformen auch überregionale Tageszeitungen nutzen, um dich auf dem Laufenden zu halten. Ein Vergleich mit den Programmen im Ausland lohnt auf jeden Fall. Zu den Schwerpunkten inländischer Programme gehören häufig europarechtliche Themen – willst du dich also in diesem Bereich spezialisieren, bist du im Inland durchaus gut aufgehoben.

Internationales Flair

Zahlreiche deutsche Hochschulen kooperieren mit Partnern im Ausland, sodass du bei einem LL.M.-Studium in Deutschland auf internationales Flair (und Recht) nicht verzichten musst. Wenn du dich fit für das internationale (Anwalts-)Geschäft machen willst, solltest du bei der Auswahl des Programms auf jeden Fall darauf achten, in welchem Umfang Englisch die Unterrichtssprache ist. Doch auch andere Programme ermöglichen oft eine passende, praxisnahe Zusatzausbildung – wenn du sie gezielt entsprechend deiner persönlichen beruflichen Erfordernisse auswählst.

Vollzeit oder berufsbegleitend?

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen den in- und ausländischen Postgraduate-Angeboten ist der Zeitpunkt, an dem das Studium in der Regel absolviert wird. Ein LL.M.-Studium im Ausland erfolgt üblicherweise in einem Vollzeitprogramm und – nach dem ersten oder zweiten Staatsexamen – vor dem Berufseinstieg. Zudem sind die Zulassungsvoraussetzungen oft sehr hoch. Inländische Programme werden dagegen häufig als Teilzeitstudium und in Blockunterricht abgehalten – ideal also für Interessenten, die ihr Weiterbildungsstudium berufsbegleitend absolvieren möchten.

Welche Ziele hast du?

Welcher Weg auch immer gewählt wird: Wichtig ist, die Weiterbildung nicht um der Weiterbildung oder des Titels Willen zu absolvieren, sondern zunächst zu analysieren, welche beruflichen und persönlichen Ziele du damit verfolgst. Strebst du eine internationale Karriere an, kommst du an einem Auslandsstudium kaum vorbei; möchtest du dich punktuell fortbilden, bist du oft im Inland bestens aufgehoben – und das bei deutlich geringerem Aufwand.

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